Berichte/Ergebnisse

Bremer Gymnastinnen bei der JEM

23. Mai 2017

Mit einer überzeugenden Leistung präsentierte sich die Juniorengruppe von Bremen 1860 bei den Europameisterschaften der Rhythmischen Sportgymnastik. Vom 19. bis 21. Mai ermittelten die besten Gymnastinnen Europas in Budapest ihre Titelträger. Im ersten Durchgang zeigte sich die Gruppe bereits in sehr guter Form und stand mit 14,200 Punkten im Zwischenstand auf Platz 12. Abgesehen von kleinen Standfehlern gelang die Übung auch in der Ausführung sehr sicher. Am zweiten Wettkampftag konnten sich die Gymnastinnen sogar noch steigern. Die Schwierigkeitsnote lag mit 7,9 Punkten fast am Maximalwert 8,0. Auch in der Ausführung war die Übung noch sicherer, so dass auch hier eine höhere Wertung erzielt wurde. Da sich allerdings auch die direkte Konkurrenz verbesserte reichte es für die Bremerinnen nicht mehr zu einem Platzgewinn. Mit insgesamt 29,100 Punkten belegte die Gruppe einen sehr guten zwölften Platz. Europameister wurde nach einem spannenden Finale der besten Acht wie erwartet die Gruppe aus Russland, gefolgt von Italien und Israel.


Generalprobe für JEM-Gruppe

08. Mai 2017

Am Wochenende turnte die Bremer Juniorengruppe bei den "Amsterdam Masters" ihren letzten internationalen Vorbereitungswettkampf vor der Europameisterschaft. Am Samstag, dem 06. Mai stand zunächst der Mehrkampf mit zwei Durchgängen im Fokus. Als Startnummer Eins zeigten die Gymnastinnen von Bremen 1860 ihre Übung ohne Fehler. Mit dem minimalen Vorsprung von 0,066 Punkten lag die Gruppe zunächst vor der Slowakei und Finnland. Auch im zweiten Durchgang lief es zunächst perfekt, jedoch löste eine zu spät geöffnete Hand einer Gymnastin bei einem Wurf den Verlust einer Keule aus. Die folgende Hektik führte am Ende noch zu einer fehlerhaften Zusammenarbeit, so dass der Punktvorsprung nicht reichte. Zwar blieb die Slowakei ebenfalls nicht fehlerfrei aber Finnland konnte seine Chance mit einer guten zweiten Präsentation nutzen und gewann den Mehrkampf mit 30,299 Punkten. Die deutsche Gruppe holte Silber mit 29,566 Punkten, Bronze ging mit größerem Abstand an die Slowakei (27,566 Punkte). Am Sonntag spielten die deutschen Gymnastinnen dann im Gerätfinale ihr volles Können aus. Sicher und souverän holten sie vor den leicht schwächelnden Finnen und den USA die Goldmedaille. Gold und Silber sind für die deutschen Juniorinnen eine gute Ausgangsbasis für die letzten Tage bis zur Europameisterschaft. Am Dienstag, dem 16. Mai fliegt das Team nach Budapest, wo ab Freitag die entscheidenden Wettkämpfe starten.

Im Einzel war Bremen mit Julia Stavickaja am Start. Sie hatte nach der Teilnahme an den Olympischen Spielen von Rio ihre Karriere in der Nationalgruppe beendet und turnt nun nur noch auf Vereinsbasis. In Amsterdam rückte sie kurzfristig ins Teilnehmerfeld nach, was sich am Ende mehr als auszeichnete. Im Mehrkampf sicherte sie sich die Bronzemedaille. In den Finals zeigte sie sich dann deutlich sicherer und gewann Gold mit dem Reifen und Silber mit den Keulen.


Bremer JEM-Gruppe siegt in Luxemburg

24. April 2017

Die deutsche Juniorengruppe, die sich auf ihren Start bei der Junioren-EM in Budapest vorbereitet, überzeugte mit ihrer Präsentation bei der diesjährigen "Luxembourg Trophy" und gewann den Wettkampf souverän.

 

Die Gymnastinnen vom Verein Bremen 1860, der in diesem Jahr die deutsche Juniorennationalgruppe stellt, zeigten sich in beiden Durchgängen fehlerfrei und wurden am Ende mit insgesamt 29,900 Punkten für ihre Übung mit fünf Paar Keulen belohnt. Platz Zwei ging an die eigentlich favorisierte Gruppe aus Russland (27,650 Punkte), wobei fairerweise angemerkt werden muss, dass es sich in der Besetzung quasi um das "B-Team" handelte. Über den dritten Platz freute sich die Nationalgruppe aus Georgien (24,650 Punkte).

Für die deutsche Gruppe mit Chantal Behrje (OSC Bremerhaven), Lillie Schupp (Blumenthaler TV), Nicole Golovko, Jule Scheffer, Diana Schön und Emely Terentjew (alle Bremen 1860) war der Wettkampf nach ihrem Start im Februar beim "Miss Valentine" in Tartu (Estland) eine weitere wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zur JEM. In knapp zwei Wochen steht abschließend noch das "Amsterdam Masters" auf dem Terminkalender der Gymnastinnen, bevor sich dann Mitte Mai alle Augen auf Budapest richten.


Natalie Hermann ist Sportlerin des Jahres

15. März 2017

Die siebzehnjährige Gymnastin von Bremen 1860 wurde am Abend im Rahmen der Bremer Sportgala im GOP-Theater zur neuen Bremer Sportlerin des Jahres gewählt. Gemeinsam mit ihrer Vereinskameradin Julia Stavickaja nahm sie im August mit der deutschen Nationalgruppe an den Olympischen Spielen in Rio teil. Die Gruppe verteidigte mit einer guten Leistung ihren zehnten Platz der vorherigen Spiele von London 2012. Zuvor hatte die Nationalgruppe im April bereits den "Olympic Test Event" gewonnen und sich so für die Olympischen Spiele qualifiziert.

 

 

Nach der Rückkehr aus Rio hat Julia Stavickaja ihre internationale Leistungssportkarriere beendet während Natalie Hermann weiterhin am Nationalmannschaftszentrum Schmiden (bei Stuttgart) trainiert und langfristig ihre zweiten Olympischen Spiele in Tokio 2020 anstrebt. Die Auszeichnung als Sportlerin des Jahres ist für Natalie Hermann die verdiente Anerkennung ihrer großen sportlichen Entwicklung über viele Jahre und wichtige Motivation für kommende Aufgaben,


Acht Gymnastinnen im Bundeskader 2017

19. Dezember 2016

Zum Ende des Jahres wurden im Rahmen der Jubiläumsshow des Bundesstützpunktes die Gymnastinnen geehrt, die vom Deutschen Turner-Bund in den neuen Bundeskader 2017 berufen wurden. Bremen ist nach einer vom Bundesinnenministerium vorgenommenen Reduzierung der Gesamtkaderplätze künftig mit acht Gymnastinnen vertreten. Den Sprung in den neuen Bundeskader 2017 schafften:
B-Kader: Natalie Hermann (beide Bremen 1860) – deutsche Nationalgruppe
C-Kader: Chantal Behrje (OSC Bremerhaven), Lillie Schupp (Blumenthaler TV), Nicole Golovko, Jule Scheffer, Diana Schön und Emely Terentjew (alle Bremen 1860)
D/C-Kader: Sandy Kruse (Bremen 1860)


Bremer Gruppe fährt zur Junioren-EM 2017

13. November 2016

Nach 1989, 1991 und 2013 vertritt im Jahr 2017 bereits zum vierten Mal eine Juniorengruppe von Bremen 1860 den DTB bei der JEM. In einer nationalen Qualifikation setzten sich die Gymnastinnen Mitte November souverän gegen die konkurrierende Gruppe aus Berlin durch und lösten so das Ticket nach Budapest. Dort treffen vom 19. bis 21. Mai die besten Gymnastinnen Europas aufeinander.

Drei von vier Durchgängen konnten die Bremerinnen, die im Sommer bereits zweifacher deutscher Jugendmeister wurden, bei der im Rahmen des internationalen „Diadem-Cup“ durchgeführten Qualifikation für sich entscheiden. Bereits nach dem ersten Wettkampftag lagen die 1860-Gymnastinnen dabei mit zwei Punkten in Führung. Dies gab Sicherheit für die abschließenden Durchgänge 3 & 4, die die Bremerinnen schließlich souverän für sich entschieden. Am Ende lagen sie mit knapp vier Punkten Vorsprung vor den Juniorinnen aus der Hauptstadt.

Nun startet für die Bremerinnen eine sportlich herausfordernde Zeit. In den kommenden Monaten wird die Gruppe ihre Übung mit fünf Paar Keulen in einigen Passagen noch etwas verändern um auch der internationalen Konkurrenz  leistungsstark und sicher gegenüber zu treten. Neben einem intensiven Trainingspensum am heimischen Bundesstützpunkt in der Badgasteiner Straße stehen bis zur JEM deswegen auch einige internationale Wettkämpfe auf dem Programm.

Bevor der Weg nach Budapest für die Gymnastinnen begann ließen sich Chantal Behrje, Lillie Schupp, Emely Terentjew, Diana Schön, Jule Scheffer und Nicole Golovko in der Berliner Turnhalle im Olympiapark erst einmal ausgiebig von den zahlreich mitgereisten Bremer Fans für ihre erfolgreiche Nominierung feiern.


Bremer Gymnastinnen bei Olympia

22. August 2016

Olympische Spiele – für die meisten Leistungssportler bleibt dies ein unerreichbares Ziel. Nur ganz wenige Aktive kommen in ihrer Sportart ganz nach oben. Zwei junge Bremerinnen haben es geschafft und gingen im August in Rio de Janeiro an den Start.

 

 

Die Gymnastinnen des Bundesstützpunktes an der Badgasteiner Straße zeichnen sich im In- und Ausland regelmäßig durch ihre hochklassigen Leistungen aus. Zwei von ihnen haben nun den Sprung in die Weltspitze geschafft. Julia Stavickaja (18) und Natalie Hermann (17), die beide ihre sportliche Heimat bei Bremen 1860 haben, trainieren seit Sommer 2014 in der deutschen Nationalgruppe. Hierfür wechselten sie seinerzeit von Bremen an das Nationalmannschaftszentrum Schmiden (bei Stuttgart).

Nach dem Wechsel folgten zwei Jahre intensiver Vorbereitung auf das große Ziel. Auf Grund ihres Alters durfte Natalie Hermann zunächst nicht international starten, Julia Stavickaja griff dagegen sehr schnell in das Geschehen ein und überzeugte bei der Weltmeisterschaft 2014 in Izmir mit einer sehr guten Leistung. Platz 9 im Mehrkampf und Platz 7 im Keulenfinale stimmten optimistisch, bei der Heim-WM 2015 in Stuttgart die Olympiaqualifikation gleich im ersten Anlauf zu sichern. Ein anspruchsvolles Ziel, das am Ende nur knapp verfehlt wurde. Der zehnte Platz, bei dem Julia Stavickaja nach ihrer zwischenzeitlich an der Sportbetonten Schule Ronzelenstraße erfolgreich bestandenen Abiturprüfung erneut im Team stand,  sicherte der Gruppe allerdings die Chance für die zweite Olympiaqualifikation beim „Olympic Test Event“ im April 2016. Natalie Hermann, nun endlich auch startberechtigt,  konnte ihre Fähigkeiten derweilen bei der ersten European Games in Baku (Aserbaidschan) unter Beweis stellen und empfahl sich als wertvolle Verstärkung des Nationalteams.

Mit einer eindrucksvollen Leistung gewann die deutsche Nationalgruppe das Test Event und sicherte sich das Olympiaticket, wobei erstmals beide Bremer Gymnastinnen gemeinsam zur Stammformation gehörten. Für Julia Stavickaja und  Natalie Hermann wurde der Traum von den Olympischen Spielen wahr. Zuletzt stand 1996 mit Luise Stäblein in Atlanta (USA) eine Bremer Gymnastin im olympischen Wettkampf.

Dass es für die deutsche Gruppe in Rio nicht einfach werden würde stand von vornherein fest. Die Medaillenränge im Gruppenwettkampf sind schon seit langem außer Reichweite, zu dominierend sind die Gruppen aus Osteuropa rund um den Abonnementsieger Russland, dem sich aus dem Westen höchstens noch Spanien oder Italien entgegen stellen können. Mit zwei stabil und sicher geturnten  Übungen hätte es am 20. August in Rio trotzdem für den Finaleinzug der besten acht Gruppen reichen können, allerdings zeigten die deutschen Gymnastinnen Nerven und blieben nicht ganz fehlerfrei. Am Ende belegte die Nationalgruppe wie schon bei den Olympischen Spielen 2012 in London den zehnten Platz. Der Titel ging in einer sehr spannenden Finalentscheidung erneut an Russland, gefolgt von Spanien und Bulgarien. Ein Ergebnis, mit dem alle Beteiligten zufrieden sein können.

Nach der Rückkehr aus Rio im „Siegerflieger“ der Lufthansa und dem eindrucksvollen Empfang des deutschen Olympiateams in Frankfurt trennen sich nun die sportlichen Wege von Natalie Hermann und Julia Stavickaja. Natalie, die weiterhin in Schmiden zur Schule geht, setzt ihre Leistungssportkarriere im Nationalmannschaftszentrum fort und wird beim Neuaufbau der Nationalgruppe für das Fernziel Tokio 2020 mit ihren Erfahrungen eine wichtige Unterstützung sein. Erste große Aufgabe der neu zusammengestellten Gruppe wird die WM 2017 in Italien. Julia ist nach Bremen zurückgekehrt und beginnt ein Jurastudium. So ganz ohne den Sport geht es für sie aber natürlich auch nicht. Julia wird der Rhythmischen Sportgymnastik in ihrem Heimatverein Bremen 1860 weiterhin aktiv verbunden sein und noch ein oder zwei Jahre lang im Einzel starten.